Kontinuierliches
Marken-Update.

Zehn Jahre Ravensburger Geschäftsbericht.

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Als Ravensburger in den frühen Nullerjahren die Marke mit dem blauen Dreieck neu aufstellte, um visuell wie sprachlich prägnanter und moderner aufzutreten, sollte dies auch in der Unternehmenskommunikation sichtbar werden. Im Zuge des Markenrelaunches wurden wir mit der Entwicklung des Ravensburger Geschäftsberichts 2005 betraut. Ausgehend von der neu entwickelten Markenphilosophie sollten die Kernwerte der Marke erkundet werden. Titel: „Menschen und Marken“. Von 2006 bis heute war es unsere wiederkehrende Aufgabe, einen Geschäftsbericht zu konzipieren.

Unser Ansatz: Über seine juristische Berichtspflicht hinaus soll der Geschäftsbericht auf die Marke Ravensburger einzahlen. Er soll Marke und Unternehmen aktuell und sympathisch präsentieren. Wichtigstes Instrument dafür: ein Imageteil, der der Jahresbilanz vorausgeht. Da es seit längerem kein gedrucktes Imagemedium von Ravensburger mehr gibt, übernimmt der Geschäftsbericht die Funktion einer Image- und Unternehmensbroschüre automatisch mit und wird zum zentralen Kommunikationsmedium.

So haben wir in Zusammenarbeit mit Ravensburger Jahr für Jahr einen neuen Geschäftsbericht konzipiert, der ganze Markenarbeit leistet, nach außen und nach innen: Der Geschäftsbericht präsentiert die AG nach außen – gegenüber Geschäftspartnern, Presse und der allgemeinen Öffentlichkeit. Nach innen informiert er über wichtige Themen und stärkt das Wirgefühl.

Dokumentation der Unternehmens- und Markengeschichte
Im Rückblick auf rund zehn Jahre Ravensburger Geschäftsbericht wird deutlich: Hier wird Marken- und Unternehmensgeschichte erzählt: Es ging um aktuelle Veränderungen, um prägende Themen, Produkte und Menschen, um Werte und Grundsätze und natürlich um die wirtschaftliche Entwicklung.

Oft im Fokus: Marke, Unternehmen und ihre Werte
In den ersten Jahren nach dem Markenrelaunch besonders, aber auch danach immer wieder, ging es vor allem um Werte. Der Geschäftsbericht 2006 präsentierte „Ravensburger Momente“ – eine Bildfolge über die Freude, Bildung und Gemeinsamkeit, welche Ravensburger Spiele, Bücher und Freizeitangebote vermitteln. 2007 erzählten Mitarbeitende verschiedener Bereiche unter dem Titel „Wir sind Ravensburger“ von ihrer Arbeit und ihrer Liebe zu Ravensburger. Zum 125-jährigen Jubiläum dokumentierte der Geschäftsbericht 2008 „Ravensburger Haltung und Werte“ und erläuterte, worin sich inhaltliche und materielle Qualität sowie Verantwortung manifestieren. Als eine Studie belegte, dass Ravensburger und seine Kunden gemeinsame Werte verbinden, machten wir die erweiterte Wertefamilie zum Thema im Geschäftsbericht 2011: „Ein Ravensburger Tag“ zeigte im Wechsel zwischen Unternehmen und Konsumenten, wie Ravensburger Qualität entsteht und wie sie erlebt wird.

Besondere Produkte und ein Museum
Zweimal standen Produkte im Zentrum eines Geschäftsberichts. 2009 memory®, die bekannteste Ravensburger Produktmarke, anlässlich ihres 50-Jahre-Jubiläums. Und 2013 die Produktkategorie Puzzle, die im Berichtsjahr eine erfolgreiche Innovation lancierte. Als das Museum Ravensburger mit neuem Konzept wieder öffnete, würdigte der Geschäftsbericht 2010 dies mit einem Bilderrundgang durch das Haus und präsentierte es in seiner Spannung zwischen Geschichte und Moderne, kurz: als einen Spiegel von Ravensburger.

 Der Geschäftsbericht als strategisches Manifest
Die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens hielt auch in den Geschäftsberichten Einzug. Den Auftakt machte „Ravensburger und die Welt“ 2012 mit einem Streifzug durch Auslandsmärkte und Tochtergesellschaften in Europa und Übersee. Der Geschäftsbericht 2015 trieb das Thema weiter voran und präsentierte Ravensburger als „growing family“, mit Bildern, Menschen und Geschichten von wichtigen Standorten.

Employer Branding nach innen und außen
Die Wirkung des Geschäftsberichts ins Unternehmen hinein kann nicht hoch genug geschätzt werden. So leisten die Inhalte des Imageteils einen Beitrag zu Verständnis, Motivation und Wirgefühl der Mitarbeitenden. Nach dem Markenrelaunch zum Beispiel trugen die Geschäftsberichte maßgeblich zur Implementierung der Kernwerte bei. Oft standen auch Mitarbeitende im Fokus, was Identifikationsangebote schuf. „A growing family“, der Bericht 2012, der unter anderem den Produktionsstandort in Tschechien vorstellte, wurde auf unsere Anregung auch in tschechischer Sprache gedruckt. Ein starkes Zeichen der Wertschätzung, das auch integrierende Wirkung hatte.

Immer wichtiger wird der Geschäftsbericht auch im Personalmarketing nach außen. Im härter werdenden Wettbewerb um qualifizierte Köpfe – sei es in der oberschwäbischen Provinz oder in Tschechien – gilt es, Ravensburger als attraktiven, internationalen Arbeitgeber zu präsentieren. Zudem trägt die Vermittlung von Werten zu einer wichtigen ersten Passung zwischen Unternehmen und Bewerber bei. Tatsächlich ist der Geschäftsbericht – solange ein grundlegendes Employer Branding aussteht – das zentrale Medium im Arbeitgebermarketing. Kein Wunder, setzt die Personalabteilung den Geschäftsbericht regelmäßig bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen ein.

 

 

Kontinuierliches Marken-Update. In Inhalt und Look.

Als quasi-Imagebroschüre und jährlich aktualisierte Standortbestimmung ist die Bedeutung des Geschäftsberichts in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Für die Gruppe Ravensburger AG und für die Marke Ravensburger. Neben der Website ist der Geschäftsbericht zum zentralen Kommunikationsmedium von Ravensburger geworden. Die jährlich gesetzten Themen spiegeln wider, was sich im Unternehmen tut, wo es steht, was es umtreibt. So findet ein kontinuierliches Update statt.

Sichtbar macht dies auch der Wechsel vom Hochformat zum quadratischen Format ab 2008, begründet in der Marke selbst: in den quadratischen Kärtchen der bekanntesten Ravensburger Marke memory® und im blauen Dreieck, das ja ein halbes Quadrat darstellt. Somit war der Formatwechsel auch ein klares Markenstatement.

Einen Schritt weiter gingen wir 2016: Das quadratische Format wurde größer, der Imageteil in einem modernen Magazinstil umgesetzt. Jeder Artikel präsentiert sich in einem eigenen, thematisch passenden Look. So ist ein Gespräch mit Eltern-Bloggern wie ein Blog aufgemacht. Text und Bilder stehen fortlaufend wie ein Longpager auf den Seiten: angeschnittene Bilder vermitteln den Eindruck des Scrollens, Themenbalken strukturieren den Inhalt, unterstrichene Passagen scheinen klickbar zu sein. Zum Magazin-Eindruck trugen auch unterschiedliche visuelle Stile bei – Fotografie, Graphic Recording, Illustration – sowie Hervorhebungen und Schnelllesetexte, die schon beim Durchblättern die wichtigsten Inhalte vermitteln.

Der Geschäftsbericht 2016 wurde mit dem Econ Megaphon Award ausgezeichnet und für weitere Preise nominiert.

Mehr Informationen gibt es von:

Jean-Claude Parent

Beratung/Gesellschafter
jean-claude.parent (at) schindlerparent.de